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quoting im usenet

Markus `Nick` Wennrich - Wed Jan 24 10:31:22 2001

Stammt zwar aus den News, ist aber einfach zu nett :-)

Nick

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"Michael Jahns" <Michael.Jahns@gmx.de> schrieb:

> Daniel Michalik <dm.usenet.expires.2000@web.de> schrieb:
>
>> Michael Jahns <Michael.Jahns@gmx.de> schrieb:
>
>>>>>                             wiederstehen
>>>>                              ^^^^^^^^^^^^
>
> ich habe weder >>>> noch >>> geschrieben!

Ach? Und du hast dich auch noch nie gewundert, warum offensichtlich
alle Leute in ihren Postings diesen komischen Winkelhaken in ihren
Antworten verwenden? Na dann pass mal auf.

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In einer Zeit, als das Imperium noch blau und MS noch micro war, begab
es sich, dass der Rat der Regenten sich Gedanken über Kommunikation im
Usenet machte. An alle Weisen des Landes erging somit der Befehl,
jeder möge seine Gedanken beisteuern, auf dass ein gar prächtiges
Manuskript verfasst würde, welches fortan als Standard zu gelten habe.
Eifrig machten sich die klugen Leute ans Werk.

Dort war einer der sagte: "Und in diese Zeile, From soll sie heißen,
mag denn der geneigte User seinen Namen und seine Adresse eintragen,
auf dass man ihn erkennen möge und erreichen könne."

Ein anderer sagte: "Lasset uns ein Zeile für den Path einführen, auf
dass jeder Rechenknecht erkennen könne, wer dieser Nachricht bereits
teilhaftig geworden sei und dass jeder sehen möge, welchen Weg wohl
diese Nachricht durchwandert habe."

Wieder ein anderer saß dort und sagte: "Wisset, dass das gemeine Volk
gerne Chapernack (sic!) treibt. Lasst uns einige Zeilen für diese
Späße am Ende der Nachricht reservieren. Weiterhin soll dieser Text
mit den Zeichen '-- ' abgetrennt sein, auf dass jeder, ob Rechenknecht
oder Männlein oder Weiblein ihn sofort zu erkennen vermöge." 

Ein vierter sprach: "Dass man in einer Diskussion erkennen kann, ob
denn Teile der Nachricht zitiert seien oder vom Schreiber selbst
verfasst wurden, wird wohl eine spezielle Markierung vonnöten sein. Da
der zitierte Text als Aufhänger für die eigenen Worte dienen soll, mag
ein Winkelhaken als Kennzeichnung dafür dienen. Zitiert nun jemand
mehr als einen Vorgänger, so möge er an den Winkelhaken noch einen
weiteren hängen, so dass man sofort erkennen könne, wieviele
Vorgängertexte bereits zitiert wurden."

Noch viele weitere weise Entscheidungen wurden gefällt und so enstand
das große Manuskript auf dessen Grundlage ab dann die Kommunikation
stattfand.

Das Volk bewunderte diese Weisheit und verneigte sich in Demut vor den
Weisen, wohl wissend, dass nicht ein jeder die Gabe habe, dieses
Regelwerk in seiner Gänze zu erfassen. Die Weisen errichteten daher
Tempel der Information, in denen seither jeder interessierte Bürger
des Volkes das nötige Grundwissen erwerben kann. Diese Tempel trugen
Namen des Usenet wie news:de.newusers.infos und sogar andere
Religionen trugen mit Gendenkschreinen wie http://learn.to/quote zum
Verständnis des Volkes bei.

Eines Tage aber kam ein junger Bursche daher, welcher weder vom
Manuskript der Weisen, noch von den Tempeln gehört hatte. Ihm genügte,
dass er aus seinem Fenster schauen konnte und glaubte darob, dass die
gute Aussicht reiche, um diese neue unbekannte Welt zu betreten.
Einige Zeit ging dies auch gut, wiewohl ihm gewisse Regeln, die jeder
Tempelbesucher kannte, kaum verständlich waren. So sah er immer wieder
diese Winkelhaken, wusste mit ihnen aber nichts anzufangen. Auf die
Idee in stiller Kontemplation die Lösung selbst in dni zu suchen, oder
einen der Wanderprediger in dnq zu fragen kam er nicht.

So kam es wie es kommen musste. Eines Tages antwortete wieder jemand
auf einen seiner Texte und verwendete auch dort selbstverständlich die
Winkelhaken. Der junge Bursche fühlte sich fälschlicherweise ertappt
und schrie Zeter und Mordio, er habe diese Winkelhaken nicht
verwendet, ja er wisse nicht mal wozu sie gut seien.

Da entstand eine große Stille und das Volk sah sich staunend an um
sich zu fragen, wie es möglich sei, dass jemand noch nicht einmal von
den elementarsten Sitten und Gebräuchen wusste. Die Weisen aber bargen
ihr Antlitz in den Händen und weinten bitterlich - so zumindest
glaubte das Volk, während in Realitas die vor das Gesicht geschlagenen
Hände nur einen großen Lachkrampf verbergen sollten.

Der Bursche aber stand da, demaskiert vor dem ganzen Volke. Wie nun
sein weiterer Lebensweg fortging ist eine andere Geschichte und soll
ein andermal erzählt werden.

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Ähnlichkeiten mit lebenden, verstorbenen oder noch zu versterbenden
Personen sind weder zufällig, noch nicht zufällig, sondern schlicht
und einfach unvermeidbar.

Kleine Anmerkung zum Schluß. Im Referenzposting
<8ufaf6.3vv9bqh.1@michalda.news.asamnet.de> war das Zitat durchaus in
Ordnung.

-- 
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